Unser Taufbaum
|
|
| Taufbaum in unserer Kirche |
|
Was ist das eigentlich, ein "Taufbaum"? Die Kirchgänger in Kürnach haben ihn bestimmt schon mehr oder weniger nahe betrachtet. In der Nähe des Taufbeckens steht er. Ein "Baum" mit bunten Blättern, auf denen gute Wünsche stehen. Dazwischen weiße Blätter, auf denen das Bild eines kleinen Kindes aufgeklebt ist. Unter dem Foto stehen Geburts- und Taufdatum und ein Taufspruch, der von den Eltern oder dem Paten, der Patin, ausgesucht wurde und das Kind auf seinem Lebensweg begleiten soll. Ein schöner Brauch, dachte ich, als ich bei einem Ausflug in die Haßberge einen ähnlichen Taufbaum entdeckte. Warum werden immer nur die Bilder der Kommunionkinder und der Firmlinge in der Kirche aufgehängt? Die Taufe ist das erste und eigentlich wichtigste Sakrament. Ohne Taufe keine Kommunion, keine Firmung usw. Also habe ich im Pfarrgemeinderat den Vorschlag gemacht, auch bei uns einen solchen "Taufbaum" aufzustellen. Seit Ostern steht er nun in unserer Pfarrkirche und trägt von Monat zu Monat mehr "Früchte" (Bilder von getauften Kindern), die für ein Jahr den Baum schmücken. Die Wünsche haben sich zum großen Teil Kommunionkinder ausgedacht. "Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" (1 Mose 2,9). So wird schon am Beginn der Schöpfung das Werden des Baumes geschildert. Ist es dann nicht auch eine schöne Symbolik, wenn bei dem "Werden eines Christenmenschen" - also bei der Taufe - ein "Tauf-Baum" in die feierliche Handlung einbezogen wird? Ich wünsche mir, dass die Täuflinge, so wie der Baum in der Erde verwurzelt ist, in ihrem Leben im Glauben und in der christlichen Gemeinschaft verwurzelt bleiben. Franziska Reiniger
|