Zur BaugeschichteAus der Festschrift Pfarrzentrum St. Michael Kürnach 1956 wurde das Bruder-Klaus-Heim eröffnet. Das 25jährige Jubiläum des Pfarrheimes gab 1981 den Anstoß, über seine Renovierung und Erweiterung nachzudenken. Herr Dombaumeister Jürgen Schädel schrieb im Baufallbericht vom 3. 4.1981: „Das vor 25 Jahren gebaute Pfarrheim mit Jugendräumen ist in seiner baulichen Substanz noch gut erhalten. Die Raumaufteilung und Größe ist jedoch durch den starken Einwohnerzuwachs als Stadtrandgemeinde nicht mehr den gestellten Anforderungen gewachsen. Die Anordnung und Zueinandergruppierung dieser vorhandenen Räume lässt eine geordnete Nutzung nicht zu. Z. B. sind zwei der Versammlungsräume nur über den Bühnenraum, durch den Pfarrsaal oder durch einen Nebeneingang zu erreichen. Der Sanitärbereich liegt unzumutbar und unmittelbar gegenüber der Getränke- und Essensausgabe. Die Kücheneinrichtung ist überaltert und abgewirtschaftet."
Der Seelsorgereferent des Bischöflichen Ordinariates, Herr Domkapitular Heinz, schrieb in seiner Stellungnahme vom 2.6.1981 zur Sanierung und Erweiterung des Pfarrheimes in Kürnach: „Die Gemeinde Kürnach zählt zu den stadtnahen Pfarreien, die in den letzten Jahren sehr gewachsen sind und noch weiter wachsen werden. Der bisherige Pfarrsaal - seine Nebenräume sind nicht sehr wesentlich - ist der einzige größere Raum in der Gemeinde und hat über die pfarrlichen Belange hinaus für die Gesamtgemeinde eine nicht zu unterschätzende Bedeutung auch im Blick auf die Integrierung der Neubürger . . . Unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten halte ich es für dringend notwendig: 1. Die Sanierung des Pfarrheimes durchzuführen und 2. eine Erweiterung vorzusehen. Nach eingehender Beratung stellte die damalige Kirchenverwaltung den Wunsch zurück, das Pfarrheim zu renovieren und zu erweitern und gab der ebenfalls dringend erforderlichen Kirchenrenovierung den Vorrang. Diese erfolgte von 1983 bis 1985. Das 30jährige Bestehen des Pfarrheimes gab 1986 einen neuen Anstoß, endlich auch die notwendige Renovierung und Erweiterung des Pfarrheimes in Angriff zu nehmen. Diesen Beschluss fasste die Kirchenverwaltung am 29.5.1986. Nach einem neuen Ortstermin mit Herrn Diözesanbaumeister Jürgen Schädel am 18. 9.1986 schrieb dieser in seinem Baufallbericht u.a.: „Eine Sanierung und Erweiterung ist unbedingt vorzunehmen . . . " Am 15. 3.1988 gab die Bischöfliche Behörde die Genehmigung zum Baubeginn. 3 Monate später, am 16.6.1988 konnte bereits die Grundsteinlegung gefeiert werden und wieder 3 Monate später, am 16.9.1988, das Richtfest. Für alleUnsere Gemeinde ist bunt wie das Leben selbst. Da gibt es alle Charaktere, alle Typen und Gesichter. Da sind die in der Gemeinde Geborgenen und die von der Gemeinde Benachteiligten. Da sind die mit dem festen Stand und die am Rand; die in der Kirche Gesicherten und andere, die an der Kirche leiden. Christus ist für alle da. Jeder ist ihm wichtig. Und er will, dass wir einen Weg finden, nicht mehr aneinander vorbei oder gegeneinander, sondern miteinander und füreinander zu leben.
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